Rasenmäher Knödljagd Erstausgabe in Gröden/Südtirol

Autor Laura Baumgartner Bild Brey_Photography Film>/strong> Michael Maier am Tinkhof
Rennen

Die Vollendung des Tripels

Das Tripel der kulinarischen Trailhunts wird in diesem Jahr die Knödljagd in Wolkenstein in Gröden erreicht. Nachdem die ersten beiden Varianten Schnitzeljagd  und  Hörnlijagd schon echte Highlights waren, stellten wir uns der nächsten Enduro Veranstaltung der Rasenmäher.

Wie bei den beiden ersten Trailhunts wurde wieder in Zweier-Teams angetreten und vier neue Missionen und vier neue Checkpoints dieses Mal in den großartigen Dolomiten verteilt. Die Streckenwahl bleibt weiterhin entscheidend, aber jedem Team selbst überlassen. Erwartungsgemäß leicht hitzig fallen die Diskussionen der Routen aus, je nach Wunsch des Tret/Gondel-Verhältnisses. Die Zeit vor Beginn des Rennens reicht aber bei allen Teams aus, dass man sich auf einen Weg einigt.
In guter – leicht erschwerter – Tradition lässt sich der Start erst beim dritten Versuch vom lokalen Schützenverein anschießen, aber der Le-Mans-Start fällt sonst, dank der auf den Sonnenterassen der Gondelstation verstauten Teilnehmer, perfekt aus.

Also ab auf die Räder und erstmal mit den anderen die Trails runter. Jule ist bei ihrer ersten Trailhunt und als alte Marathonfahrerin ein wenig irritiert von den fehlenden Flatterbändern und Richtungspfeilen. Dieses Mal teilt sich das Teilnehmerfeld direkt in zwei Richtungen auf und es entzerrt sich damit schon vor dem ersten Trail. Wir entscheiden uns spontan für eine Abkürzung über die Skipiste, um damit gleich mal von unserer so schön geplanten Routenwahl abzubiegen – was uns allerdings erst später klar wird. Aber der Waldtrail nach Wolkenstein ist superschön und führt uns auch gleich zum ersten Checkpoint. Flexibilität wird ab jetzt das wichtigste Element der Routenplanung.

Von da aus geht es kurz durchs Dorf und die Dantercepies Bahn rauf und an der Leatherman Station als Mission einen kurzen Snack nehmen. Im Gegensatz zu Arosa darf das Essen aufgeteilt werden und nur ganz innige Teams teilen sich ihre Speck Semmel in Susi und Strolch Manier…

Dann kommt nach einem Flowtrail und einem kurzen flacheren Weg der nächste Checkpoint und ein natürlicher Trail. Soweit alles bestens, man darf sich nur nicht vom sensationellen Panorama nicht zu sehr ablenken lassen. Es folgt nach kurzem Anstieg die erste Mission an der Conti Station. In Tabu Manier werden Begriffe umschrieben, vorgespielt oder gezeichnet.

"An dieser Stelle bin ich echt froh, dass es keinen Videobeweis meiner Interpretation eines Murmeltiers gibt… "
Laura

Wir treffen auf unser „Schwesterteam“ und nach erfüllter Mission geht‘s weiter nach Wolkenstein. Beim Briefing hatte uns Holger noch vor den gemeinen Querrillen auf der Skipiste über die unser Weg führt gewarnt. Und wie angekündigt schlägt sich einer durch einen Hinterreifen und wir müssen erstmal einen neuen Reifen einziehen.

Dann geht’s weiter, wieder mit der Gondel rauf, im Nieselregen durch eine recht störrische Kuhherde – zählt als Naturhindernis – und zur Scott Station. Dieses Mal dürfen wir beide mit den Kinder-Rädern den Parcours abfahren.
Jule: Eins ist jetzt sicher: meine Tochter kriegt ihr ersten Kinderrad definitiv ohne Rücktrittbremse. So ein Krampf …

Und weiter zur Endura Station, der Ausblick auf die felsigen Bergmassive um uns herum macht die Konzentration teilweise fast etwas schwierig, weil man einfach stehen bleiben und sich umschauen will. Aber auch hier bezwingen wir den Danny MacAskill Move, kriegen zur zusätzlichen Motivation noch etwas Schokolade (als würde man die hier brauchen… ;)). Nach kurzer Routenfachsimpelei finden wir schnell den richtigen Weg zur nächsten Stempelstelle und der schönste Trail des Tages bringt uns nach Canazei. Gut, dass wir uns für die Abfahrtsspaß-Variante entschieden haben und nicht für die, wahrscheinlich deutlich schnellere, aber aus unserer Sicht spaßarme Option, zum nächsten Checkpoint direkt – und das ist hier durchaus wörtlich gemeint! – wieder hinauf zu kurbeln!

Die letzte Gondelfahrt des Tages bringt uns stattdessen trailerfreut und äußert gemütlich nach einer kurzen Wartepause wieder hinauf in den inzwischen doch ganz schön ungemütlichen Hochgebirgssturm. Jacke aus, Jacke an – ein Nebenspiel des Tages. Von da aus geht es noch einmal einen super Trail mit Checkpoint ins Tal und Ziel. Leider ereilt uns hier der zweite Platten… Aus Zeitgründen und weil es ja eh fast schon zu Ende ist wird der nicht mehr geflickt und wir rollen mit reduzierter Geschwindigkeit weiter.

Dann ist auch dieses Event leider schon zu Ende und es bleibt uns nur noch das Knödl-Essen und die Abendveranstaltung mit Siegerehrung.

Auch hier starten wieder Routen-Diskussionen, wie am Morgen, denn obwohl das Ziel das gleiche bleibt entstehen tagsüber gefühlt ähnlich viele Varianten wie Teams…

"Für uns ist auf jeden Fall sicher: Wir werden nächstes Mal wieder dabei sein!"