Schwalbe – Der neue Hans Dampf

Produktneuvorstellung

Jeder kennt ihn und er zieht eine große Fangemeinde in der Bike-Szene in seinen Bann. Er bekam rund um den Globus schon unzählige Trails und unterschiedlichstes Terrain zu Gesicht. Pünktlich zum Bike-Festival in Riva am Gardasee Ende April hat Schwalbe den nahezu komplett neu aufgelegten „Hans Dampf“ Reifen präsentiert, der über den Fachhandel ab Juli 2018 verfügbar ist. Die Zielgruppe ist klar in der AllMountain- und Enduro-Sparte sowie im E-MTB-Bereich zu sehen. 

Schwalbe – Der neue Hans Dampf

Carl Kämper, Junior Product Manager MTB bei Schwalbe, erklärt wie folgt: „Mit dem neuen Hans Dampf werden Wettkampffahrer wie Wochenendhelden maximalen Fahrspaß haben, ob Enduro-, AllMountain- oder Bikepark-Einsatz. Wir empfehlen ihn für alle, denen Nobby Nic noch zu zahm und Magic Mary zu extrem ist.“
2017 präsentierte Schwalbe die neuen Addix Gummimischungen. In zwei von ihnen wird der neue Hans Dampf aufgelegt und zwar in der Soft und der Speedgrip Mischung. Addix Soft zeichnet sich durch eine gute Dämpfung, hohen Grip und guten Rolleigenschaften aus. Die Speedgrip Mischung ist der schnellere bzw. besser rollende Compound mit hoher Haltbarkeit bei passablem Grip. Einen sehr guten Kompromiss zwischen Grip und Rollwiderstand bietet der Mix aus Soft Compound am Vorderrad und Speedgrip am Hinterreifen. Radikal überabreitet hat Schwalbe das Profildesign des Hans Dampf. Die einzelnen Profilblocks sind um bis zu 50 Prozent vergrößert worden.

Technische Daten

• verfügbar in der Addix Soft und Speedgrip Gummimischung

• erhältlich in der preisgünstigeren Performance Line Ausführung für 32,90 Euro

• erhältlich in der Evolution Line Ausführung ab 57,90 Euro

• verfügbare Größen: 29x2,35; 29x2,6; 27,5x2,35; 27,5x2,6; 27,5x2,8; 26x2,35; 24x2,35

Der erste Eindruck

Für die Premieren-Ausfahrt hatte sich der Hans Dampf nichts Anderes als die Trails rund um den Gardasee ausgesucht. Schotter, spitze Steinfelder und auch Erduntergründe gespickt mit Wurzeln machen die Trail-Beschaffenheit rund um den Lago aus. Auf meinem 27,5er-Endurobike musste der neue Satz Hans Dampf in keine geringeren Fußstapfen als in die eines Satzes Magic Mary von Schwalbe treten. Die Wahl fiel dabei auf eine Breite von 2,35 Zoll in der Evolution Ausführung. Die Maulweite der Felge beträgt 28,5 Millimeter. Die Montage erfolgte tubeless, was sich auch in gewohnt einfacher Manier ausführen ließ. Vorne wie hinten kommt die Addix Soft Gummimischung mit Super Gravity Karkasse zum Einsatz.

Auf dem Trail

Gegenüber meinem gewohnten Luftdruck von 1,8 bar vorne und knapp 2,0 bar am Hinterrad musste ich deutlich reduzieren, das war schnell klar. Der Reifen fühlt sich aufgrund der Super Gravity Karkasse extrem hart an. Nach schrittweisem Absenken pendelte sich der Luftdruck bei mir auf 1,3 bar vorne und 1,5 bar hinten ein. Subjektiv bewertet, zeigt sich der Hans Dampf selbst in der Soft Mischung als gut rollend. Auf verschiedenen Transfer-Abschnitten, die mit technischeren Uphills durchsetzt sind, zeigt der Pneu ein sehr gutes Traktionsverhalten. Es fühlt sich so an, als beiße er sich förmlich in den Untergrund und wir meistern die entsprechenden Passagen mit Bravour. Auch im Downhill gibt sich der Hans Dampf keinerlei Blöße. Trotz des ungewohnt niedrigeren Luftdrucks fühlt sich der Reifen in keinerlei Hinsicht schwammig an und überzeugt durch ein direktes Fahrverhalten.

Die Super Gravity Karkasse beugt absolut Durchschlägen vor und so überstehen meine Felgen dellenfrei die verschiedenen Abfahrten. In Kurven hatten wir stets den nötigen Gegenhalt und der Hans Dampf überzeugte durch hohen Grip. Die Eigendämpfung des Reifens empfinden wir als relativ gering, die Pannensicherheit ist dank der Gravity Karkasse hoch. Was mir gut gefällt, ist der breit gefächerte Grenzbereich des Reifen. Das heißt, wenn er mal rutscht, liegst du in der nächsten Sekunde nicht schon abseits des Trails, sondern bleibst mit etwas Geschick weiter auf Kurs. Natürlich alles in einem gewissen Rahmen.

Fazit

Schwalbe wagt es, dem Hans Dampf ein neues Gesicht zu verpassen und, wie wir finden, mit vollem Erfolg. Die Allround-Eigenschaften bleiben erhalten und werden sogar noch weiter ausgebaut, in Richtung harter Enduro-Einsatz. Bisher konnten uns die hohe Pannensicherheit, der Grip und die Traktion absolut überzeugen. Wir werden ihn weiter im Dauereinsatz auf die Probe stellen. 

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