Graubünden / Flims – Mit dem E-Bike am Limit

Text Anna Weiß Bild Andreas Meyer
E MTB Reisen

I'm electrified - e/ndless riding in Flims

Mehr Abwechslung ist fast nicht möglich, mehr Kilometer und Höhenmeter immer. Auf unserer E-Bike Tour vom hochalpinen Weltkulturerbe bis hinab in den Swiss Grand Canyon wechseln die Charaktere der Landschaft und der Strecken schneller, als wir unsere Akkus leeren können. In Flims wird die Vision der perfekten E-MTB-Destination jetzt schon gelebt. Und nicht nur von Touristen. Der Bericht der Läuterung einer Unbekehrbaren.

 

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Die Charaktere der Landschaft und der Strecken wechseln schneller, als wir die E-Bike Akkus leeren können.

Flims als Vorreiter-Destination für „E-MTB und Familie“

Ich bin alles andere als einer dieser Early Adopter, also einer dieser Menschen, um die Marketingverantwortliche sich reißen, weil sie sich auf alles Neue stürzen wie Motten auf das Licht. Dementsprechend wenig begeistert war ich von E-Bike Touren. Für mich nutzte ich ein E-Fatbike im Winterschnee schon mal, um damit den Bewegungsdrang meines Hundes zu stillen, oder im Sommer, um damit kurz vor Sonnenuntergang noch mal schnell 500 Höhenmeter zum Badesee hochzutreten. Aber meine Gefühle für das Ding entwickelten sich nicht recht und konnten, wenn überhaupt, nur als lauwarm bezeichnet werden. Mountainbiken, wie ich es mag, technisch, abwechslungsreich, lange Touren, spontane Planung? Ohne einen tonnenschweren Rucksack samt Ersatzakku mitzuschleppen? Mein Kollege Stefan, ebenfalls alles andere als ein Early Adopter (außer in Sachen E-MTB) war letztes Jahr bereits mit seiner Familie in Flims zu Gast und äußerst angetan.

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E-Bike Power: Slickrock auf Schweizerisch

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29 E-Bike Ladestellen sorgen für immer volle Akkus

E-MTB im Jahr 2016: 70 Kilometer und 4.000 Höhenmeter

Flims gilt als so etwas wie die Vorreiter-Destination, was die Kombination „E-MTB und Familie“ angeht. Ein ausgeklügeltes Netz von 29 Ladestellen an touristisch interessanten Punkten garantiert Familien Harmonie im Urlaub. Das allein hätte mich noch nicht recht begeistert, aber er schwärmt (und wenn Stefan schwärmt, ist das wie eine Sonnenfinsternis, ein Ereignis, das sehr sehr selten auftritt!) von einer Tour, die er kürzlich beim World Press Launch des neuen Trek Superfly SF LT 9 gefahren sei. Und so stimme ich zu, als er vorschlägt, auf der Durchreise doch in Flims haltzumachen und zu erleben, was E-MTB im Jahr 2016 bedeutet. 70 Kilometer und 4.000 Höhenmeter nämlich, eine ausgewachsene Tagestour durch die komplette Region.

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Aufbruch im Sonnenaufgang in den Flimser Wald

Auf der Alp da Nagens laden wir unsere Akkus und die unserer E-Bikes

Noch vor dem ersten Morgenlicht schälen wir uns aus dem Bett, um in die Bergwelt zu starten. Schon am Vorabend haben wir unsere geliehenen E-Bikes am Verleih der Talstation der Flimser Bergbahnen abgeholt und startklar gemacht. Bei „Verleih“ klingeln bei mir aufgrund einiger dubioser Erfahrungen immer sämtliche Alarmglocken, aber das Trek Superfly LT, ein B+-Fully mit 150mm Federweg, ist State of the Art und ich beginne allmählich, mich richtiggehend auf unseren Ausflug zu freuen.

"2000 Höhenmeter Abfahrt. Wir können uns das Grinsen nicht verkneifen. "

Nach den ersten Aufwärmmetern biegen wir ab in den noch ziemlich dunklen Flimser Wald. Der Runcatrail, den ich bereits von einigen Aufenthalten in Flims kenne, wird zu unserem ersten Highlight. Weil wir so früh dran sind und die Bergbahn noch lange nicht fährt, können wir den legendären Flowtrail in die umgekehrte Richtung fahren. Die Anlieger und Northshores, die wir normalerweise hinabheizen, heizen uns beim Uphill so richtig ein. Es ist schon etwas Fahrtechnik gefragt, um über die hölzernen Elemente zu manövrieren, aber die Challenge macht extrem viel Spaß! Als wir nach 270 Höhenmetern die offene Runcahöhe erreichen, blinzelt die Sonne eben für einige Minuten zwischen den Wolken hervor und beschert uns einige eindrückliche Glücksmomente. An der Grandis Ustria Startgels vorbei nehmen wir nun den Forstweg und ich genieße die Verschnaufpause. Nach den ersten 900 Höhenmetern unserer Tour erreichen wir die Alp da Nagens. Wir sind mehr als hungrig und drängen geradezu in das Stalla, ein rustikal-modern eingerichtetes Berggasthaus. Der Älplerbrunch kommt uns gerade recht, um unsere körpereigenen Energiereserven wieder aufzuladen, während unsere Akkus draußen an einer der 29 Ladestationen der Region Saft abzapfen.

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Regionalität wird bei den Produkten groß geschrieben, ob im "Stalla" oder anderswo

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Die Jungs geben Gas

Der Gletscher ist in den letzten 30 Jahren stark zurück gegangen

Von 1.960 Metern klettern wir nochmals weitere 600 Höhenmeter. Die liebliche Almen-Szenerie weicht der unwirtlichen Mondlandschaft des Vorab-Gletschers. Der Gletscher ist in den letzten 30 Jahren stark zurückgegangen und seine verstreuten Firnfelder werden im Sommer mittlerweile von weißen Tüchern konserviert. Mittlerweile dienen die freigelegten, von Schnee und Geröll geschliffenen Felsen nun uns Mountainbikern als Slickrock-Spielplatz. Unsere B+-Reifen klammern sich an die raue Oberfläche des Gesteins und wir fühlen uns wie im fernen Moab. Auf knapp 2.500 Metern verweilen wir kurz, ganze 2.000 Höhenmeter Abfahrt am Stück liegen nun zwischen uns und Flims. Wir können uns das Grinsen nicht verkneifen.

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Weltkulturerbe Plaun Segnas mit den Tschingelhörnern im Hintergrund

Flims leistet sich eine eigene „Trailcrew“ zur Pflege

Wir biegen nun in den Wanderweg ein, der bereits Teil der Trailtrophy Flims war. Ich bin gespannt, wie sich das Trek Superfly mit seinen für mich als E-MTB-Novizin ungewohnt schweren 22 Kilo auf dem technischen Trail verhalten wird. Doch meine Bedenken erweisen sich als unbegründet. Zwar schiebt das Gewicht deutlich, aber das Bike ist unerwartet wendig und schon nach kurzer Zeit lasse ich es einfach laufen. Der Weg ist unglaublich abwechslungsreich, vom flowigen, kurvigen Dahingleiten über Stufen und Steilstücke bis hin zu technisch anspruchsvollen Sektionen ist alles dabei. Dabei ist er super in Schuss – Flims leistet sich eine eigene „Trailcrew“ zur Pflege – und scheint endlos zu sein. Die Fahrt gleicht einer Reise durch alle Vegetationsstufen. Hochalpine Kargheit wandelt sich zur Kulturlandschaft der Almen, die wiederum ausgedehnten Latschenkiefernfeldern und Buschwerk weicht. Der Trail verläuft auf dem Schuttkegel des Flimser Bergsturzes. So ist der Untergrund meist geröllig, doch oft von Nadeln oder Wiese bedeckt und von Wurzeln durchzogen. Und von Heidelbeersträuchern gesäumt! Trotz voller Bäuche setzt augenblicklich unser Sammeltrieb ein und emsig wie kleine Kinder klauben wir die blauen Beeren aus den niedrigen Sträuchern. Am Berggasthaus Runcahöhe nehmen wir einen alten Bekannten, den Runcatrail, zur Abfahrt. Das Schöne an diesem Flowtrail ist, dass wirklich nahezu jeder ihn fahren kann. Selbst die schwierigen Passagen sind gut zu meistern und für die weniger Versierten gibt es jede Menge Chickenways zur Umfahrung.

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Wir sind bereit, die Rheinschlucht zu erobern

Espresso im "Living Ruhm" vor der Eroberung der Rheinschlucht

Völlig geflashed vom ersten Teil unserer Tour klatschen wir uns an der Talstation der Seilbahn ab. Wir tauschen im Verleih unkompliziert die leeren Akkus gegen volle und lassen uns im „Living Ruhm“ leckeren Espresso servieren. Anschließend sind wir bereit, die Rheinschlucht zu erobern. Ein kurzes Antreten, und schon rauschen wir durch den dichten Flimserwald. Der Schuttkegel des Flimser Bergsturzes erwies sich für die Bewirtschaftung als ungeeignet und so konnte sich ein dichter Mischwald auf dem hügeligen Plateau oberhalb der teilweise 400 Meter tiefen Rheinschlucht ausbreiten. Unzählige schmale Pfade durchziehen ihn, sie zweigen links und rechts der Forstwege ab. Kurz durchzuckt es mich, als ich an einem Wegweiser ein „Caumasee“ erhasche. Denn der beinahe unwirklich türkisgrüne Badesee ist nur einer von dreien, die wie Juwelen eingebettet in der Berglandschaft liegen und der Grund, warum ich immer wieder einen Abstecher nach Flims mache. Aber die Jungs sind längst verschwunden und so schalte auch ich einen Gang höher. Irgendwann wird die schnelle Fahrt zum Rausch und alles, was ich wahrnehme, ist verschwommenes Grün in allen Schattierungen.

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E-Bike Vergnügen: Streckenabschnitt aus der Trailtrophy Flims, gesäumt von Heidelbeerbüschen

Der Blick auf den Rhein ist jedesman atemberaubend

Kurz halten wir an der Aussichtsplattform Il Spir. Der Blick von dort oben auf den gewundenen Lauf des Rheins, die scharfen Felszacken seiner Schlucht und die dahinterliegenden Berge ist jedes Mal aufs Neue atemberaubend.
Durch Waldstücke und Streuobstwiesen, über knorrige Wurzelteppiche und enge Spitzkehren zerrinnen uns die Tiefenmeter nur so zwischen den Reifen, bis wir an der Ustria Trin Staziun ankommen.

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Trek Superfly FS LT 9

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E-Bike Service: Dank der vielen Ladestationen hatten wir keine Probleme mit dem Nachladen der Akkus

Junge Familien ziehen den Nachwuchs im Anhänger oder mit Tandemstange über die Trails

Auch hier steht eine Ladestation bereit. Die Chefin, eine tatkräftige Frau mit dem herzlichen Lächeln serviert frische Zwetschgenwähe und plaudert angeregt mit Marc, der erst vor einer Woche mit 30 Journalisten aus aller Welt hier zu Gast war, am Launch ebenjenes Trek Superfly FS LT 9, das wir nun unter unseren Hintern haben.
Jede Menge Biker aus der Umgebung von Chur seien mittlerweile mit dem E-Bike unterwegs, erzählt Marc. M-Way, ein Bike-Shop in Chur, habe die Absatzzahlen dieses Jahr im Bereich E-MTB noch einmal deutlich nach oben geschraubt, auf nahezu 400 Stück. Vielfach seien es junge Familien wie seine, die sich die Räder zulegten, um damit den Nachwuchs im Anhänger oder mit Tandemstange über die Trails zu ziehen. Mit der zunehmenden Entwicklung hin zum langhubigen Spaßbike werde es aber auch einfach immer häufiger als Zweitrad erworben.

"Durch Waldstücke, über Streuobstwiesen, Wurzelteppiche und Spitzkehren zerrinnen uns die Tiefenmeter zwischen den Reifen."

Über die neue, elegante Holzhängebrücke wechseln wir auf die andere Seite des Rheins, wo sich unsäglich steile Serpentinen den Hang hinaufschrauben. Mit den E-Bikes sind sie super zu meistern und ich verfeinere schön langsam meine spezifische E-MTB Fahrtechnik. Über Hindernisse: nicht aus dem Sattel gehen, sonst dreht das Hinterrad durch. In tricky Abschnitten: die niedrigste Unterstützungsstufe wählen, sonst schießt man mit zu viel Schwung übers Ziel hinaus. Eine nicht zu unterschätzende wichtige Erkenntnis, denn kurz darauf manövrieren wir auf einem waschlappenbreiten Weg an der Hangkante des Versamer Tobels entlang. Und rechts davon geht es einfach mal 300 Meter steil bergab in die Rheinschlucht.

Wir jagen unsere eBikes über den berühmt-berüchtigten Uphill-Flow.

Wir navigieren durch Nadelduftwolken. Die langen Gräser wiegen sich im leichten Wind, der auch die Kiefern zum Sirren bringt. Es ist paradox, obwohl wir so schnell unterwegs sind, setzen sich die Sinneseindrücke wie in Zeitlupe zusammen und fluten mein Gehirn. Da ist er: der berühmt-berüchtigte Uphill-Flow.

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Eine Installation der Kunstausstellung Art Safiental

Über die Rabiusa

Kleidungsstücke in sämtlichen Farben, eine Installation der Kunstausstellung Art Safiental, flattern träge über der tiefen Schlucht, als wir die Rabiusa überqueren. Einem impressionistischen Gemälde gleicht die mit Hunderten Herbstzeitlosen gesprenkelte Wiese, die wir nach einem weiteren Steilstück queren. Und dann öffnet sich der Blick und vom hübschen Dorf Versam aus erfassen wir unsere komplette Tour. Im Vordergrund die evangelische Kirche, dahinter reicht das Panorama bis hinüber auf die flach abfallenden Grate des Vorab-Gletschers und über die Alp Mora. Es ist ein Gefühl von Dreidimensionalität, als befände man sich im Flugsimulator. Unglaublich, welche Strecken man mit den E-Bikes und entsprechender Infrastruktur zurücklegen kann! Mittlerweile steht die Sonne schon tief, und uns stehen immer noch 17 Kilometer und 500 Höhenmeter bevor. Nach einem kurzen Stück Asphalt verführt der handtuchbreite Pfad Richtung Versam Staziun wieder zur schnellen Fahrt – aber Vorsicht, die Bremsen halten da nicht mit. Gerade noch reiße ich das Rad herum, um Andi, der im Weg steht, nicht über ebendiesen in die Böschung zu katapultieren.

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Hoch über der Rabiusa

Wir meistern oder scheitern an kniffligen Wurzelpassagen

Auf der orografisch rechten Seite des Rheins treten wir nun über die charakteristischen Schotterhalden, meistern oder scheitern an kniffligen Wurzelpassagen. Ich empfinde den Abschnitt als ziemlich herausfordernd: Welchen Hebel soll ich zuerst betätigen: Unterstützungsmodus, Remote-Sattelstütze oder Gangschaltung?! „Mit gezogener Hinterradbremse fahren“, spukt mir im Kopf herum. Und siehe da – es funktioniert super. Durchgeschwitzt bin ich allemal – und die Männer schon über alle Berge. Ich genieße die Ruhe – außer meinem Puls im Ohr und dem Rattern der Rhätischen Bahn, die hin und wieder durch die autofreie Rheinschlucht fährt, bildet nur das Rauschen des Rheins die Geräuschkulisse.

"„Mit gezogener Hinterradbremse fahren“, spukt mir im Kopf herum."

In Sagogn-Valendas überqueren wir den Rhein das zweite und letzte Mal und machen uns auf den endgültigen Rückweg nach Flims. Zwei meiner Kollegen haben sich ganz dem Turbomodus, ergo Fahrspaß, hingegeben und nicht mit ihren Energiereserven hausgehalten – die Akkus ihrer E-Bikes sind leer, aber auch die körpereigenen Batterien. Mit schwerem Herzen und schweren Beinen lassen wir den letzten Trail rechts liegen und kurbeln stattdessen im Zweiergespann die letzten Höhenmeter zurück nach Flims auf der Straße. An diesem trailreichen Tag können wir das ausnahmsweise verkraften und außerdem setzt es der ganzen Geschichte noch die Pointe auf.

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Versam mit Alp Mora im Hintergrund, wir erfassen unsere komplette Tour.

INFOS

Nachfragen
Tourismusinformation Flims
Via Nova 62
CH-7017 Flims
flims.com

Beste Reisezeit
Mitte Juli bis Mitte Oktober, wenn es die Schneesituation auf dem Vorab-Gletscher erlaubt.

E-MTB-Verleih
flims.com/de/biken/bike-service/, Tagesmiete ab CHF 78,-.

Beschilderung
Eine einheitliche E-MTB-Beschilderung ist in Planung, die Touren stehen aber auf flims.com zum Download bereit.

Ladestellen
Insgesamt gibt es in der Region ein dichtes Netz an interessanten Haltepunkten, zum Beispiel die Badeseen oder Hütten. Eine Übersicht findet sich ebenfalls auf flims.com

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