Best Of

Bike

Wo bis Anfang der 90er mit dem Hardtail alles abgedeckt wurde, hat sich das Mountainbike spezialisiert und es gibt für nahezu jede Nische ein passendes Bike. Ein Trend, bei dem sich momentan viele Hersteller einig sind: längere Front, flacherer Lenkwinkel, kürzerer Hinterbau.

Fahrer

So ist man früher losgefahren: ohne Helm (den gab es noch nicht), mit Turnschuhen, Trikot und Hose vom Rennrad. Heute kann der Biker je nach Einsatzbereich nach verschiedenen Helmen, Schuhen, Rucksäcken und Brillen wählen, ist optimal geschützt und stylisch unterwegs.

Gimmix

Was früher die Banane, ist heute der Riegel, und was früher die Karte, ist heute das Navi. Viele Firmen basteln, tüfteln und erfinden, um das Leben auf dem Trail einfacher und schöner zu machen. Auch in der Freizeit kann sich der Biker durch entsprechende Utensilien als solcher outen.

Zubehör

Spezielle Bikes brauchen spezielles Zubehör. Gab es früher in der Werkstatt einen SKS-Rennkompressor, gibt es nun selbst für Fatbikes spezielle Pumpen. Ähnlich ist es beim Werkzeug. Die Flut an Standards und Systemintegrationen erfordert mehr Spezialwerkzeug und der Werkzeugkasten wächst und wächst. Damit man mit dem gut gepflegten Rad theoretisch rund um die Uhr beziehungsweise zu jeder Jahreszeit seinen Spaß haben kann, gibt es Schutzbleche und Hochleistungslampen für jeden Einsatzbereich.

Bremse

Der Bremsscheibendurchmesser war früher deutlich größer, drückte der Bremsgummi der Canti-Bremse doch gegen eine 26-Zoll-Felge. Mit dem Siegeszug der Scheibenbremse reduzierte sich dieser zwar erheblich, aber die Bremsleistung und Dosierbarkeit stiegen auf ein neues Level. Die legendäre Grafton Speed Controller ist nur noch für Sammler interessant.

Laufrad

Laufräder und Reifen – alles ist größer und dicker geworden. In keiner anderen Kategorie dreht sich das Entwicklungsrad derzeit schneller als hier. Gehörten noch vor wenigen Jahren 2,1er-Reifen auf 26-Zoll-Felgen zum Standard, stehen jetzt 3,0er-Reifen auf 29- und 27,5-Zoll-Felgen in den Startlöchern. Außerdem zeichnet sich ein ähnliches Bild bei den Montagestandards ab. Der klassische Schnellspanner weicht zunehmend der Steckachse und die Achsbreiten werden für eine bessere Laufradstabilität größer.

Antrieb

Ganz am Anfang gab es Haken und Riemen. Vor 26 Jahren brachte Shimano das erste Click-Pedal fürs MTB auf den Markt – das PD-M 737. Das System hat viele Nachahmer gefunden und das Biken für viele sicherer und effektiver gemacht. Auch in Sachen Schaltungskomponenten ist die Zeit nicht stehen geblieben. Erst wurden die Gänge mehr und mehr, aktuell geht der Trend zu einer Reduktion, was Sram mit seinen Einfach-Antrieben beweist.

Sitzzone

Das Thema Sitzkomfort war früher und ist auch heute noch ein großes Thema. Konnte man früher nur zwischen wenigen Sätteln wählen, ist vor allem das Angebot bei komfortorientierten Sätteln deutlich gestiegen.
Komfort und Sicherheit kommt auch bei der früher wenig beachteten Sattelstütze ins Spiel. Flex- sowie Vario-Stützen sorgen für ein komplett neues Fahrgefühl.

Steuerung

„Ein Vorbau musste mindestens 130 Millimeter lang sein und der Lenker durfte kaum breiter als die Schultern sein.“ Heute hat sich der Trend komplett gedreht. Lenker bis 800 Millimeter sind keine Seltenheit mehr und ein sehr kurzer Vorbau passt zu den immer länger werdenden Oberrohren. Sicherheit und Kontrolle wird nun groß geschrieben und eine Streckbank wie anno dazumal gehört der Vergangenheit an. Bar Ends – was früher ein Muss war, ist aktuell fast komplett von der Bildfläche verschwunden.

Fahrwerk

Bereits in den frühen 90ern machte man sich über Federung am Bike Gedanken. Damals gewann Greg Herbold mit der ersten Federgabel, der RockShox RS-1, die Downhill Weltmeisterschaft in Durango/Colorado. Die Gabel ebnete so den Weg für Federelemente am Mountainbike.