Test: Intend Edge Federgabel 2017

Getestet von Matthias Baumgartner, Johannes Haidn
Produkttest | Fahrwerk | Federgabel

Test: Intend Edge Federgabel 2017

Intend – noch nie gehört? Uns erging es bis vor Kurzem ähnlich, doch fallen die Schlagwörter BommelMaster oder Trickstuff Direttissima, klingelt es bei einigen. Cornelius Kapfinger alias BommelMaster im IBC-Forum bzw. Entwickler der neuen Bremse von Trickstuff bringt mit Intend seine eigenen Produkte auf den Markt. Erst einmal handelt es sich um eine Kleinserie der Upside-Down Endurogabel, was den recht stolzen Preis rechtfertigt. Bis auf die Leitungsführung und Einstellknöpfe werden alle Teile eigens für die Gabel gefertigt, was auch das hochwertige Erscheinungsbild und CNC-Finish erkennen lässt. Neben Zug- und Druckstufe und Luftdruck lässt sich an der Gabel dank der im Lieferumfang enthaltenen Spacer der Federweg von theoretisch 0 bis 176 Millimeter anpassen. Eine weitere Besonderheit ist die PM 8-Zoll-Bremsaufnahme. Somit benötigt man bei Verwendung von 203-Millimeter-Bremsscheiben keinen Adapter für den Bremssattel, was wiederum Gewicht spart. In Zukunft wird aber auch ein 7-Zoll-Adapter für 180er Scheiben angeboten.

Marke Intend
Modell Edge
Modelljahr 2017
Preis 1.599 €
Website www.facebook.com/IntendBC

Typisch für eine USD-Gabel, gestaltet sich die Montage des Laufrades etwas aufwendiger. Die Tauchrohre müssen ausgerichtet werden, bevor die Steckachse mit einem 5-Millimeter-Inbus fixiert werden kann. Positiv fällt hier die Bremssattelmontage ohne Adapter auf. Für die erste Testfahrt haben wir die Intend mit ca. 20 Prozent SAG abgestimmt. Der Einstellbereich der Zugstufe ist recht gering, doch bei dem von uns gewählten Luftdruck von erst 100 psi (später 90) passend. Die Intend gesellt sich klar zu den sportlichen Gabeln wie SRSuntour oder Fox. Selbst mit offener Druckstufe gibt sie ein Feedback vom Trail an den Lenker durch. Mit dem Federweg geht die Gabel sparsam um, sie steht hoch im Federweg und behält sich rund 20 Millimeter als Durchschlagschutz. Da die Luftkammer bei der Intend von der Größe her fix ist, haben wir den Luftdruck reduziert und somit den SAG erhöht. Die Gabel wirkt im ersten Moment recht soft, doch im Fahrbetrieb steht die Gabel dennoch gut im Federweg, harte Durchschläge waren ebenfalls nicht zu verbuchen. Die geringere, auf dem Prüfstand gemessene Verdrehsteifigkeit konnten wir auf dem Trail nicht erfühlen. Die gemessen hohe Bremssteifigkeit macht sich, zumindest bei griffigem Untergrund (Asphalt) durch ein direkteres Bremsgefühl bemerkbar.

Das Erstlingswerk von Intend kann sich im hart umkämpften Federgabelmarkt einen guten Platz sichern. Individuell und hochwertig ist das Erscheinungsbild, gut bis sehr gut die Funktion für Biker, die ein direktes Fahrverhalten schätzen.

Federgabeltest

Test: Intend Edge Federgabel 2017
Marke Intend ... ... ...
Modell Edge ... ... ...
Preis [Euro] 1.599 ... ... ...
Getestete Version Laufradgröße 27,5, Federweg 166, Achse 20x110 ... ... ...
Gewicht [g]* 1934 ... ... ...
Erhältlich für Laufradgrößen ["] 27,5 ... ... ...
Federweg bei 27,5" [mm] 126, 136, 146, 156, 166, 176 ... ... ...
Federweg bei 27,5+" [mm] N/A ... ... ...
Federweg bei 29" [mm] N/A ... ... ...
Gemessener Federweg [mm] 166 ... ... ...
Einstellmöglichkeiten Luftdruck, Zugstufe, Druckstufe ... ... ...
Schaftrohr, Optionen tapered ... ... ...
Ausfallenden, Optionen 20 x 110 ... ... ...
Scheibenbremsaufnahme ["] PM 8 ... ... ...
Max. Scheibendurchmesser [mm] 203 ... ... ...
Max. Systemgewicht [kg] 130 ... ... ...
Standrohrdurchmesser [mm] 35 ... ... ...
Offset [mm] 44 ... ... ...
Zubehör/Sonstiges - ... ... ...
Farboptionen Schwarz, Blau ... ... ...
Lieferumfang Federwegs Spacer, SAG Tool, Leitungsführung ... ... ...

* Gewichtsangabe inkl. Steckachse und einer Gabelschaftlänge von 210 Millimeter

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