Test: Dartmoor Primal Pro 27,5+ MTB 2017

Getestet von Matthias Baumgartner
Produkttest | Bike | Hardtail

Test: Dartmoor Primal Pro 27,5+ MTB 2017
„Ride your Way“

Wie NS Bikes stürmte auch Dartmoor im letzten Jahr mit einem Trail-Hardtail-Rahmen die Bike Community. Neu für die Saison 2017 ist, dass nicht mehr nur der einzelne Rahmen für 299 Euro erhältlich ist, sondern ein Komplettradaufbau zum Preis von 2.099 Euro verfügbar ist. Neben drei verschiedenen Rahmengrößen von S, M und L ist der einzelne Rahmen in drei Farben namens sea lemon, black-miami vice und red devil erhältlich. Letztere Farbvariante entspricht dem Komplettrad und zugleich unserem Testrad. Am Rahmenkonzept sowie der Geometrie hält man nach wie vor fest und geht unverändert ins neue Modelljahr. Gerüstet mit dem breiteren Boost-Achsstandard von 110 bzw. 148 Millimeter Achsbreite vorne und hinten nimmt er locker die 3,0″ breiten Schwalbe Nobby Nic Reifen im 27,5-Zöller-Format auf. Aus dem Hause Dartmoor stammen die recht wuchtigen Aircraft Pro Felgen mit einer Maulweite von 45 Millimeter. Ebenso lässt sich das Primal Pro mit einem Twenty-Niner-Laufradsatz bestücken bis zu einer maximalen Reifenbreite von 2,3″. Die RockShox Revelation RL Federgabel stellt 140 Millimeter zur Verfügung, laut Hersteller ist der Rahmen mit Federgabeln zwischen 120 bis 150 Millimeter kompatibel und ausgelegt. Die serienmäßig montierte KindShock Variostütze leistet 125 Millimeter Hub, wird per Lenker-Remote bedient und die Leitungsführung verläuft im Sitzrohr für ein cleanes Erscheinungsbild. Der Rahmen ist nur mit Einfach-Antrieben kompatibel.

Marke Dartmoor
Modell Primal Pro 27,5+
Modelljahr 2017
Preis 2.099 €
Website www.dartmoor-bikes.com

Der montierte Riser Lenker und die Federgabel mit 140 Millimeter lassen die Front höher rauskommen, in Kombination mit dem flacheren Sitzwinkel von 73 Grad sitzen wir gefühlt etwas hecklastiger auf dem Bike. Wird es richtig steil, heißt es, etwas Körpergewicht nach vorne zu verlagern, um genügend Druck auf das Vorderrad zu bringen, ansonsten würde die Front etwas zum Steigen tendieren. Einfach einfach, auch Dartmoor bestückt sein Trail Hardtail mit einer 1×11 NX Schaltgruppe aus dem Hause Sram. Die 11-42 Kassette bietet eine Übersetzungsbandbreite von 382 Prozent, geht es steil bergauf, heißt es kraftvoll treten. Insgesamt ist die Sitzposition recht angenehm, aufrecht und nicht zu gestreckt. Die 125 Millimeter Hub starke KindShock E-Ten Variostütze mit Lenker-Remote erlaubt es uns, den Sattel jeglicher Fahrsituation anzupassen. Problemlos rollen wir mit den dicken 3,0″ Schwalbe Nobby Nic Schlappen über die Wurzeln und Steine im Trail hinweg. Da zudem die voluminöse Plus-Bereifung eine Eigendämpfung besitzt, rückt das direkte Fahrverhalten gegenüber einer Standard-Bereifung von 2,3″ aber etwas in den Hintergrund, die Sicherheit hingegen in den Vordergrund. Wie viele andere Hersteller auch, setzt Dartmoor auf die Pneus in der einfachen Performance Ausführung, der Grip auf dem Trail konnte uns jedoch nicht ganz überzeugen. Längere Bremswege und Rutscher sind unvermeidbar. Mit den großzügigen 140 Millimeter Federweg an der Front ist man gerüstet für jegliches Terrain, und die RockShox Revelation RL dämpft die Schläge gut weg. Recht spritzig und agil lässt es sich durch die Anlieger und Kurven der Teststrecke fahren, bei schneller Fahrt ist der noch nicht allzu flache Lenkwinkel von 67 Grad spürbar und das Bike wird zunehmend leicht nervöser.

Das Dartmoor Primal Pro 27,5+ ist ein Trail Hardtail mit massig Federweg an der Front und, durch die Variostütze, flexibel im Einsatz. Es glänzt mit einem agilen Fahrverhalten und wuchtigen Reifen, die jedoch mehr Grip vertragen könnten.

Ausstattung

Test: Dartmoor Primal Pro 27,5+ MTB 2017
Marke Dartmoor ... ... ...
Modell Primal Pro 27,5+ ... ... ...
Preis [Euro] 2.099 ... ... ...
Vertriebsweg Fachhandel ... ... ...
Laufradgröße ["] 27,5+ ... ... ...
Gewicht [kg] 14,2 ... ... ...
Gewicht Vorderrad [kg] 2,37 ... ... ...
Gewicht Hinterrad [kg] 3,09 ... ... ...
Rahmenmaterial Aluminium ... ... ...
Garantie Rahmen [Jahre] 2 ... ... ...
Federbein - ... ... ...
Gabel RockShox Revelation RL ... ... ...
Steuersatz Dartmoor Blink ... ... ...
Vorbau Dartmoor Trail, 50 ... ... ...
Lenker Dartmoor Tornado, 750 ... ... ...
Sattelstütze KindShock E-Ten Integrated, 30,9 ... ... ...
Sattel Dartmoor Trail Racing ... ... ...
Kurbel Sram NX ... ... ...
Schalthebel Sram NX ... ... ...
Schaltwerk Sram NX ... ... ...
Umwerfer - ... ... ...
Kassette Sram PG-1130 ... ... ...
Kette - ... ... ...
Bremsen, Scheibengröße [mm] Sram Level, 180 / 180 ... ... ...
Laufradsatz Felgen: Dartmoor Aircraft Pro 27,5+, Naben: Dartmoor Reel Boost ... ... ...
Reifen ["] Schwalbe Nobby Nic, 27,5 x 3,0 ... ... ...
Gänge, Übersetzung 1 x 11, 30, 11 - 42 ... ... ...
Übersetzungsbandbreite [%] 382 ... ... ...
Entfaltung leichtester Gang [m]** 1,7 ... ... ...
Entfaltung schwerster Gang [m]** 6,4 ... ... ...
Geschwindigkeit leichtester Gang [km/h]** 4,0 ... ... ...
Geschwindigkeit schwerster Gang [km/h]** 30,6 ... ... ...

Geometrie

Test: Dartmoor Primal Pro 27,5+ MTB 2017
Verfügbare Rahmengrößen S / M / L ... ... ...
Geometrie bei Rahmengröße M ... ... ...
Reach [mm] 425 ... ... ...
Stack [mm] 644 ... ... ...
Sitzrohrlänge [mm] 456 ... ... ...
Oberrohrlänge [mm] 610 ... ... ...
Steuerrohrlänge [mm] 115 ... ... ...
Lenkwinkel [°] 67 ... ... ...
Sitzwinkel [°] 73 ... ... ...
Radstand [mm] 1.151 ... ... ...
Hinterbaulänge [mm] 430 ... ... ...
Tretlagerniveau zur Radachse [mm] -60 ... ... ...
Vorbaulänge [mm] 50 ... ... ...
Lenkerbreite [mm] 750 ... ... ...
Sattelstützendurchmesser [mm] 30,9 ... ... ...
Federweg v/h [mm] 140 ... ... ...

* Herstellerangabe
** Die Berechnung der Entfaltung erfolgt mit einem Standardreifen. Die Berechnung der Geschwindigkeit im leichtesten Gang erfolgt mit einer angenommenen Trittfrequenz von 40 U/min. Die Berechnung der Geschwindigkeit im schwersten Gang erfolgt mit einer angenommenen Trittfrequenz von 80 U/min.

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