Test: Specialized S-Works Epic Hardtail World Cup MTB 2018

Getestet von Sebastian Lehr
Produkttest | Bike | CrossCountry-Race

Test: Specialized S-Works Epic Hardtail World Cup MTB 2018
Vorwärtsdrang

Die Kalifornier rufen mit diesem Rad „Zurück in die Zukunft“. Epic: Was sagt dieses Wort eigentlich genau? Keiner weiß es sicher. Nur, dass es etwas Herausragendes, etwas Monumentales, etwas, das vor seiner Zeit stattfindet, zu sein scheint. Wenn es ein Bike gibt, das diesen Namen tragen darf, dann bitte das S-Works Epic HT World Cup. Starten wir mit der Lackierung: Sie ist schimmernd und bricht sich im Sonnenlicht zu faszinierenden Blau- und Lilatönen. Es ist ein konsequentes Bike und ein modernes Bike. Laut Specialized der leichteste Carbon Rahmen, den sie jemals entwickelt haben. Der Rahmen ist aus dem exklusiven FACT 12m Carbon und wiegt laut Hersteller rund 900 Gramm. Es handelt sich um eine optimierte Faserbelegung, die das Gewicht nochmal drückt. Die innenverlegten Züge, die Anschlaggummis am Rahmen (um den Gabel Rahmen-Kontakt zu vermeiden), der Boost-Standard, die Roval Control SL Carbon Laufräder und eine Sram XX1 Eagle versprechen den perfekten Mix aus Schnelligkeit und Steifigkeit. Die RockShox Sid World Cup mit 100 Millimetern Federweg verfügt über die sogenannte Brain-Technologie für ein Maximum an Performance in jeglicher Fahrsituation. Ein Masse Trägheits-Ventil unterscheidet zwischen den auftretenden Kräften, die aus Unebenheiten des Untergrundes entstehen und solchen, die durch das Pedalieren durch den Fahrer einwirken und steuert so den Ölfluss bzw. das Ansprechverhalten der Gabel. Es benötigt keinen Lock-Out und ist immer aktiv. Verständlicherweise entspringen Lenker, Sattel, Vorbau und Sattelstütze der S-Works Serie. Mit einem Preis von 7.499 Euro schlägt es zu Buche.

Marke Specialized
Modell S-Works Epic Hardtail World Cup
Modelljahr 2018
Preis 7.499 €
Website www.specialized.com

In unserem Redaktionskeller steht erst mal nur ein leichtes Bike, das mich ästhetisch anspricht. Überzeugen sollte es mich auf unserer ersten Ausfahrt. Das hat es, und auf die Gefahr hin, dies könnte nun zweideutig verstanden werden, sage ich es trotzdem: Es war Liebe auf den ersten Ritt! Wie es diese Gattung Räder verspricht, ist das S-Works gewohnt steif und agil; ein Hardtail eben. Dafür braucht es noch nicht einmal einen Trail; bereits auf dem Weg aus der Redaktion zum Trail fühlen sich die ersten Tritte enorm effizient an. So richtig zuhause fühlt sich dieses Rad in Anstiegen, auf Fortstraßen, auf Trails, auf Pfaden; eigentlich spielt der Untergrund kaum eine Rolle. Selbst Passstraßen in den Alpen wären für den Epic-Besitzer kein Grund, sich ein Roadbike zuzulegen. Das geringe Gewicht, gepaart mit enorm steifen Laufrädern, sorgt für kontinuierlichen Vorwärtsdrang. Auf den ersten Metern im Trail blicke ich häufig etwas ungläubig über die Schulter. Das Gefühl, angeschoben zu werden, ist ungewohnt präsent. Ich erblicke niemanden. Rückenwind kann es auch nicht sein. Es sind wohl doch die gut 8,4 Kilogramm, mit Pedalen, die mich plötzlich schneller wirken lassen, als es meine Form hergibt. Wer befürchtet, das Bike sei zu filigran für ruppige Bergab-Passagen, der irrt. Dank Boost, Tubeless und der 2.3er Specialized Fast Trak-Reifen in Serie macht es auch gen Tal Freude. Die RockShox Sid World Cup Brain dämpft die Schläge gut weg und das Brain-System funktioniert gut. Allerdings: Bei langen Abfahrten wie sie beispielsweise bei Marathonkursen üblich sind, hatte ich immer wieder mal das Gefühl, als ob das System nicht komplett öffnet. Wer keine Gedanken daran verschwenden möchte, ob jetzt eine manuelle Lock Out-Betätigung sinnvoll wäre oder nicht, liegt mit dem Brain-System Gold richtig.

Ein Bike erschaffen, um Bestmarken zu schlagen. Auf dem Hometrail wie auf der Olympiastrecke. Optisch unglaublich frisch sticht es heraus, als wollte das Rad sagen: Wähle mich, ich bin das Non-Plus-Ultra der Hardtails. Damit liegt es ziemlich richtig.

Ausstattung

Test: Specialized S-Works Epic Hardtail World Cup MTB 2018
Marke Specialized ... ... ...
Modell S-Works Epic Hardtail World Cup ... ... ...
Preis [Euro] 7.499 ... ... ...
Vertriebsweg - ... ... ...
Laufradgröße ["] 29 ... ... ...
Gewicht [kg] 8,4 ... ... ...
Gewicht Vorderrad [kg] - ... ... ...
Gewicht Hinterrad [kg] - ... ... ...
Rahmenmaterial Carbon ... ... ...
Garantie Rahmen [Jahre] - ... ... ...
Federbein - ... ... ...
Gabel RockShox Sid World Cup Brain ... ... ...
Steuersatz - ... ... ...
Vorbau - ... ... ...
Lenker - ... ... ...
Sattelstütze - ... ... ...
Sattel - ... ... ...
Kurbel - ... ... ...
Schalthebel Sram XX1 Eagle ... ... ...
Schaltwerk Sram XX1 Eagle ... ... ...
Umwerfer - ... ... ...
Kassette - ... ... ...
Kette - ... ... ...
Bremsen, Scheibengröße [mm] Sram Level Ultimate ... ... ...
Laufradsatz Roval Control SL Carbon ... ... ...
Reifen ["] Specialized Fast Trak, 29 x 2,3 / 2,1 ... ... ...
Gänge, Übersetzung 1x12, 32, 10-50 ... ... ...
Übersetzungsbandbreite [%] 500 ... ... ...
Entfaltung leichtester Gang [m]** 1,5 ... ... ...
Entfaltung schwerster Gang [m]** 7,5 ... ... ...
Geschwindigkeit leichtester Gang [km/h]** 3,6 ... ... ...
Geschwindigkeit schwerster Gang [km/h]** 35,9 ... ... ...

Geometrie

Test: Specialized S-Works Epic Hardtail World Cup MTB 2018
Verfügbare Rahmengrößen - ... ... ...
Geometrie bei Rahmengröße - ... ... ...
Reach [mm] - ... ... ...
Stack [mm] - ... ... ...
Sitzrohrlänge [mm] - ... ... ...
Oberrohrlänge [mm] - ... ... ...
Steuerrohrlänge [mm] - ... ... ...
Lenkwinkel [°] - ... ... ...
Sitzwinkel [°] - ... ... ...
Radstand [mm] - ... ... ...
Hinterbaulänge [mm] - ... ... ...
Tretlagerniveau zur Radachse [mm] - ... ... ...
Vorbaulänge [mm] - ... ... ...
Lenkerbreite [mm] - ... ... ...
Sattelstützendurchmesser [mm] - ... ... ...
Federweg v/h [mm] 100/- ... ... ...

* Herstellerangabe
** Die Berechnung der Entfaltung erfolgt mit einem Standardreifen. Die Berechnung der Geschwindigkeit im leichtesten Gang erfolgt mit einer angenommenen Trittfrequenz von 40 U/min. Die Berechnung der Geschwindigkeit im schwersten Gang erfolgt mit einer angenommenen Trittfrequenz von 80 U/min.

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