Test: Scott Spark 900 RC

Produkttest | Bike | CrossCountry-Race

Test: Scott Spark 900 RC
„The Hunt for Glory“

Es ist das Modell, mit dem Nino Schurter bei seinen XC-Rennen von Sieg zu Sieg schießt und das für seine Jagd nach Ruhm und Ehre anscheinend der passende Begleiter ist. In dieser Saison war er zwar noch überwiegend auf 27,5-Zoll-Laufrädern unterwegs, doch war er auf einigen Rennen bereits auf einem neuen 29“ Spark zu sehen und man darf gespannt sein. Aktuell überlässt es Scott dem Kunden noch selbst, welche Laufradgröße für ihn die richtige ist. Die Modellreihe 7xx steht für 27,5“-, die Modellreihe 9xx für 29-Zoll-Laufräder. Die Wertigkeit ist identisch, ebenso der Preis für das vergleichbare Modell. Wir haben mit dem 900 RC das zweitteuerste/ -beste in der Spark-Hierarchie und dafür werden 6.399 Euro veranschlagt. Im Vergleich zu den meisten anderen muss man sich mit einem Laufradsatz mit Aluminium-Felgen zufrieden geben, doch braucht man mit dem Syncros XR RC keinen nennenswerten Nachteil beim Gewicht befürchten. Lediglich der teure und von BQ verbaute tune Black Burner ist deutlich leichter. Beim Gewicht spielt das Scott ohnehin seit Jahren in der ersten Liga, und auch das RC Modell ist mit 10,2 Kilo ganz vorne mit dabei. Und das, obwohl es Specials wie eine per Flip-Chip einstellbare Geometrie oder ein per Twinloc-Hebel blitzschnell verstellbares Fahrwerk gibt. Hier werden per Remote-Hebel die Fox 32 Float Performance Gabel und das für Scott modifizierte Fox Nude Performance Federbein kombiniert und per Knopfdruck ist ein Reduzieren des Federwegs bzw. ein Blockieren des Fahrwerks möglich. Scott-typisch ist die Kombination aus Sram Schaltung und Shimano Bremsen. Hier setzt man auf die ergonomische und leistungsstarke XTR Race mit Carbon-Bremshebel. Bei den Anbauteilen kommen überwiegend leichte und hochwertige Parts vom langjährigen Partner und Teamsponsor Tom Ritchey zum Einsatz.

CX/Race
Tour-AllMountain
Trail-Enduro
Gravity/Freeride
Marke Scott
Modell Spark 900 RC
Preis 6399 €
Website www.scott-sports.com

Scott schlägt mit seinem Spark mehrere Fliegen mit einer Klappe. Einstellmöglichkeiten per Flip Chip bzw. Twinloc-Hebel machen aus dem Spark Race-Bike ein Spark Langstrecken- und Allround-Bike. Klar, für zweites ist die Ausstattung mit 1×11-Schaltung wegen der geringen Übersetzungsbandbreite grenzwertig, doch immerhin besteht die Möglichkeit, sein Bike für verschiedene Strecken oder Einsatzbereiche anzupassen. Das per Twinloc während der Fahrt schnell verstellte Fahrwerk (drei Positionen: Open – Traction – Lock) erlaubt es Scott, das Spark mit üppigen 120 Millimetern Federweg auszustatten. Zudem ist die Abstimmung für ein Bike dieser Klasse im offenen Modus sehr soft. Der Fahrkomfort steigt dadurch in Regionen, die man sonst nur von Tourenbikes kennt. Im Downhill profitiert man klar von diesen Eigenschaften und in puncto Sicherheit ist es mit das beste im Test. Geht es dann in die andere Richtung, sprich, von unten nach oben, geschieht der Griff zum Twinloc genauso automatisch wie zum Schalthebel. Andernfalls nimmt der Kettenzug großen Einfluss auf das Heck, was sich stark in den Federweg zieht. Im mittleren, sprich, Traction Mode, ist man als Racer eigentlich für alles gut gewappnet. Gabel und Federbein arbeiten mit leicht gedämpfter Druckstufe, das Heck mit reduziertem Federweg – ideal eigentlich, um die Fahrsicherheit eines Fullys zu genießen und straff genug, um auch mal aus dem Sattel zu gehen und nach vorne auszureißen. Wer mit dem Spark um jede Sekunde kämpfen will, für den empfiehlt sich klar die Geometrie-Einstellung mit steileren Winkeln. So ist das Bike kletterfreudiger, der Körperschwerpunkt liegt weiter über dem Tretlager, und man tritt mehr von oben in die Pedale. In dieser Einstellung ist das Spark auch agiler und mehr für enge Kurse optimiert. Da bleibt nur zu sagen: Wer die Wahl hat, …

Scott deckt mit seinem einstellbaren Spark einen großen Einsatzbereich von XC-Race bis hin zum Tourenbiker ab. Kompromisse muss man höchstens bei der Ausstattung in Kauf nehmen. Beim Gewicht liegt das Scott, wie schon seit Jahren, weit vorne.

Ausstattung

Test: Scott Spark 900 RC
Marke Scott ... ... ...
Modell Spark 900 RC ... ... ...
Preis [Euro] 6399 ... ... ...
Vertriebsweg - ... ... ...
Laufradgröße ["] - ... ... ...
Gewicht [kg] 10230 ... ... ...
Gewicht Vorderrad [kg] - ... ... ...
Gewicht Hinterrad [kg] - ... ... ...
Rahmenmaterial - ... ... ...
Garantie Rahmen [Jahre] - ... ... ...
Federbein Fox Nude Performance ... ... ...
Gabel Fox 32 Float Performance ... ... ...
Steuersatz Ritchey Pro ... ... ...
Vorbau Ritchey WCS C-260, 80 ... ... ...
Lenker Ritchey Carbon WCS, 720 ... ... ...
Sattelstütze Ritchey WCS Carbon, 31,6 ... ... ...
Sattel Ritchey WCS Streem V3 ... ... ...
Kurbel Sram XX1 ... ... ...
Schalthebel Sram XO ... ... ...
Schaltwerk Sram XX1 ... ... ...
Umwerfer - ... ... ...
Kassette Sram XO ... ... ...
Kette - ... ... ...
Bremsen, Scheibengröße [mm] Shimano XTR, 180 / 160 ... ... ...
Laufradsatz Syncros XR RC ... ... ...
Reifen ["] - ... ... ...
Gänge, Übersetzung - ... ... ...
Übersetzungsbandbreite [%] - ... ... ...
Entfaltung leichtester Gang [m]** 1,78 ... ... ...
Entfaltung schwerster Gang [m]** 7,48 ... ... ...
Geschwindigkeit leichtester Gang [km/h]** 4,3 ... ... ...
Geschwindigkeit schwerster Gang [km/h]** 35,9 ... ... ...

Geometrie

Test: Scott Spark 900 RC
Verfügbare Rahmengrößen S, M, L, XL ... ... ...
Geometrie bei Rahmengröße L ... ... ...
Reach [mm] 436/422 ... ... ...
Stack [mm] 615/611 ... ... ...
Sitzrohrlänge [mm] 481 ... ... ...
Oberrohrlänge [mm] 628 ... ... ...
Steuerrohrlänge [mm] 115 ... ... ...
Lenkwinkel [°] 69,5/70,1 ... ... ...
Sitzwinkel [°] 72,5/73 ... ... ...
Radstand [mm] 1142 ... ... ...
Hinterbaulänge [mm] 448 ... ... ...
Tretlagerniveau zur Radachse [mm] -60 ... ... ...
Vorbaulänge [mm] - ... ... ...
Lenkerbreite [mm] - ... ... ...
Sattelstützendurchmesser [mm] - ... ... ...
Federweg v/h [mm] - ... ... ...

* Herstellerangabe
** Die Berechnung der Entfaltung erfolgt mit einem Standardreifen. Die Berechnung der Geschwindigkeit im leichtesten Gang erfolgt mit einer angenommenen Trittfrequenz von 40 U/min. Die Berechnung der Geschwindigkeit im schwersten Gang erfolgt mit einer angenommenen Trittfrequenz von 80 U/min.