Test: Pyga Stage

Produkttest | Bike | CrossCountry-Race

Test: Pyga Stage
Südafrikanisch anders

Während man von nahezu allen anderen Firmen über ihre Bikes in dieser Kategorie hört, dass sie agil, möglichst wendig und perfekt für verwinkelte Kurse sind, gibt sich Pyga mit seinem Stage im wahrsten Sinne des Wortes gelassen. Die Südafrikaner um Patrick Morewood haben die Geometrie des Stage so gewählt, dass man das Bike mit kurzem Vorbau und breitem Lenker fahren kann. Ein Trend, der bei Trail-, Enduro-, und auch Downhill-Bikes schon seit Jahren anhält und nun anscheinend auch bei den schnellen Kurzhubern seine Freunde findet. Die Geometrie soll in technischen Passagen für mehr Fahrsicherheit sorgen als sie „normale“ XC- und Marathonbikes bieten. Wem der Federweg von 95 Millimetern am Heck bzw. 120 an der Front zu gering ist, für den gibt es mit dem Stage MAX ein Modell (126/140mm), das sich noch mehr für technische und grobe Trails empfiehlt. Modern und anders als die anderen löst man auch die Ausrichtung des Hinterbaus bzw. der Kettenstrebe. Das System nennt sich +Five und rückt bzw. platziert die Hinterradnabe 5 Millimeter weiter nach rechts. Das Laufrad wird durch nahezu identische Speichenschirme stabiler als herkömmliche. Beim Laufradkauf muss man dies jedoch berücksichtigen, und nicht jedes Modell passt in den Rahmen. Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch eine optimierte Kettenlinie, und vor allem auf den leichten Gängen bzw. großen Ritzeln ist der Kettenlauf weniger schräg, was den Verschleiß und eventuelle Antriebsgeräusche minimiert. Der deutsche Vertriebspartner Tri-Cycles aus Wiesbaden bietet das Stage im Direktvertrieb als Rahmen oder Komplettbike an. Das hier gezeigte Bike ist ein sehr hochwertiger Custom-Aufbau, mit dem das Stage keinen Vergleich zu scheuen braucht. Durch den Direktvertrieb ist der Preis mit 6.998 Euro vergleichsweise attraktiv.

CX/Race
Tour-AllMountain
Trail-Enduro
Gravity/Freeride
Marke Pyga
Modell Stage
Preis 6998 €
Website www.pygaindustries.com

Pyga wagt sich mit dem Stage durch die besondere Geometrie in neue Regionen vor. Und kurzum: Im Vergleich zu den anderen Testkandidaten konnten wir keinerlei Nachteile feststellen, wenn es ums schnelle Fahren geht. Im Gegenteil, das Stage ist im Uphill mit das beste. Das Vorderrad klebt trotz der 120-Millimeter-Gabel auf dem Boden, die Lenkung ist weniger leichtgängig bzw. nervös als bei anderen und der Hinterbau zeigt sich vom Kettenzug unbeeindruckt. Dennoch ist am Stage ein RockShox Full Sprint Hebel verbaut und für Asphaltanstiege lässt sich das Fahrwerk mit einem Knopfdruck komplett blockieren. Das Bike fühlt sich ordentlich steif an, doch der Platz zwischen rechtem Kurbelarm und Kettenstrebe ist eng bemessen und bei kräftigen Pedaltritten können beide Bauteile touchieren. Trotz der sehr guten Qualitäten im Uphill zeigt es auch in der Abfahrt keinerlei Schwächen. Der kurze Vorbau sorgt für ein direktes Lenkgefühl, der üppige Federweg an der Gabel für viel Sicherheit und Reserven und das Bike hat einen Spaßfaktor wie kein anderes. Fünf Millimeter mehr oder weniger machen sich nicht bemerkbar, und wegen des geringeren Federwegs braucht man sich keine Gedanken zu machen. Front und Heck harmonieren in der Abstimmung gut miteinander und wirken ausgeglichen. Die Ausstattung ist exklusiv, hochwertig und, wie erwähnt, durch den Direktvertrieb ein durchaus attraktives Angebot. Beim Direktvertrieb sollte sich der Kunde auf eine perfekte Montage verlassen können. Leider war der Remote für das Federbein nicht blasenfrei entlüftet und konnte erst nicht entlockt werden. Außerdem war der Schaltzug nicht korrekt am Schaltwerk verlegt und sprang während der Testfahrt aus der Führung.

Pyga wagt sich mit dem Stage durch die besondere Geometrie in neue Regionen vor. Und wir sind begeistert davon. Das Bike gefällt in jeder Fahrsituation, sei es berghoch oder bergab. Der eng bemessene Platz zwischen Kurbelarm und Kettenstrebe und die Montage kosten es den Testsieg.

Ausstattung

Test: Pyga Stage
Marke Pyga ... ... ...
Modell Stage ... ... ...
Preis [Euro] 6998 ... ... ...
Vertriebsweg - ... ... ...
Laufradgröße ["] - ... ... ...
Gewicht [kg] 10330 ... ... ...
Gewicht Vorderrad [kg] - ... ... ...
Gewicht Hinterrad [kg] - ... ... ...
Rahmenmaterial - ... ... ...
Garantie Rahmen [Jahre] - ... ... ...
Federbein RockShox Monarch XX ... ... ...
Gabel RockShox RS-1 ... ... ...
Steuersatz Cane Creek CC ... ... ...
Vorbau Race Face Turbine, 70 ... ... ...
Lenker Race Face Next, 720 ... ... ...
Sattelstütze Race Face Next, 30,9 ... ... ...
Sattel Kore Fazer SL ... ... ...
Kurbel Sram XX1 ... ... ...
Schalthebel Sram XX1 ... ... ...
Schaltwerk Sram XX1 ... ... ...
Umwerfer - ... ... ...
Kassette Sram XX1 ... ... ...
Kette - ... ... ...
Bremsen, Scheibengröße [mm] SRAM XX, 160 / 160 ... ... ...
Laufradsatz Pyga Marathon 29 ... ... ...
Reifen ["] - ... ... ...
Gänge, Übersetzung - ... ... ...
Übersetzungsbandbreite [%] - ... ... ...
Entfaltung leichtester Gang [m]** 1,78 ... ... ...
Entfaltung schwerster Gang [m]** 7,48 ... ... ...
Geschwindigkeit leichtester Gang [km/h]** 4,3 ... ... ...
Geschwindigkeit schwerster Gang [km/h]** 35,9 ... ... ...

Geometrie

Test: Pyga Stage
Verfügbare Rahmengrößen M, L, XL ... ... ...
Geometrie bei Rahmengröße L ... ... ...
Reach [mm] 455 ... ... ...
Stack [mm] 623 ... ... ...
Sitzrohrlänge [mm] 480 ... ... ...
Oberrohrlänge [mm] 622 ... ... ...
Steuerrohrlänge [mm] 120 ... ... ...
Lenkwinkel [°] 68,5 ... ... ...
Sitzwinkel [°] 75 ... ... ...
Radstand [mm] 1175 ... ... ...
Hinterbaulänge [mm] 440 ... ... ...
Tretlagerniveau zur Radachse [mm] -40 ... ... ...
Vorbaulänge [mm] - ... ... ...
Lenkerbreite [mm] - ... ... ...
Sattelstützendurchmesser [mm] - ... ... ...
Federweg v/h [mm] - ... ... ...

* Herstellerangabe
** Die Berechnung der Entfaltung erfolgt mit einem Standardreifen. Die Berechnung der Geschwindigkeit im leichtesten Gang erfolgt mit einer angenommenen Trittfrequenz von 40 U/min. Die Berechnung der Geschwindigkeit im schwersten Gang erfolgt mit einer angenommenen Trittfrequenz von 80 U/min.