Test: Canyon LUX CF 9.9 SL DI2 MTB 2017

Getestet von Matthias Baumgartner
Produkttest | Bike | CrossCountry-Race

Test: Canyon LUX CF 9.9 SL DI2 MTB 2017
Flink wie ein Luchs

Bereits in das vierte Jahr startet Canyon mit seinem XC Marathon Racebike. Insgesamt sieben verschiedene Ausstattungsvarianten ab einem Startpreis von 2.999 Euro bis hin zum Topmodell für 6.999 Euro, wie wir es auch in unserem Testfeld vorfinden, bietet Canyon an. Die Unterschiede zeichnen sich durch verschiedenste Ausstattungsvarianten der Komponenten aus, der Carbonrahmen ist bei allen sieben Varianten identisch. Der Rahmen verfügt über 100MillimeterFederweg am Heck und über etliche nennenswerte Features. Wie zum Beispiel die eigens von Canyon entwickelte Impact Protection Unit (IPU), die auf dem Oberrohr beim Steuersatzdeckel positioniert ist. Einfach ausgedrückt ist es ein mechanischer Lenkungsbegrenzer. Im Falle eines Sturzes schützt die IPU zum einen das Carbon Oberrohr und zum anderen die Lenker-Armaturen vor Beschädigungen durch gegenseitigen Kontakt. Bei einer zu extremen Überbelastung sorgt eine Sollbruchstelle in der IPU vor größeren Beschädigungen am Rahmen. Da im Rennen wenige Gramm über Sieg oder Niederlage entscheiden, konnte durch die „Flex Pivot Streben“ am Hinterbau eine Gewichtsreduzierung von 80 Gramm erreicht werden. Gespart hat man je links und rechts ein Lager, das Sitz- und Kettenstrebe verbindet, die normalerweise für die nötige Drehbewegung sorgen. Alleine durch den Flex der Carbonstreben wird die nötige Auslenkung erreicht, zudem reduziert sich der Serviceaufwand. Noch nicht alltäglich in der Racebike-Klasse, trotzdem bedacht ist der Rahmen Dropper Post Stealth Ready. Zu erwähnen ist noch, dass das Serienbike gegenüber unserem Testrad mit einem Selle Italia SLR Kit Carbonio Sattel und einer Sattelklemme ohne Schnellspannfunktion kommt.

Marke Canyon
Modell LUX CF 9.9 SL DI2
Modelljahr 2017
Preis 6.999,00 €
Website www.canyon.com

In gewohnter Manier schaltet die Shimano XTR Di2 Schaltgruppe in der 2×11-Ausführung präzise und schnell die Gänge rauf und runter. Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, ob besser Einfach- oder Zweifach-Antrieb. Der Racer bevorzugt sicherlich die Einfach-Variante. Die Platzierung des Akkus auf der Unterseite der linken Kettenstrebe bleibt wohl auch Geschmackssache. Das Fahrwerk des LUX steht gut im Federweg und ist weder zu straff noch zu soft in der Abstimmung gewählt. Verspielt und agil lässt sich das Canyon über die Trails jagen, was für eine Menge Spaß sorgt. Die Sitzposition ist sehr ausgewogen und sorgt für Wohlgefühl. Auch das Canyon verfügt, wie das Simplon und Merida, über eine Lock-out-Funktion des Fahrwerkes. Über nur eine Betätigung am RockShox XLoc Full Sprint Hebel blockieren zeitgleich die RochShox RS1 Federgabel und der Monarch Luftdämpfer. Jedoch verdrängt der Umwerfer Shifter den Lock-out-Hebel zu weit nach innen am Lenker und ein Erreichen ist nur möglich, wenn man kurzzeitig mit der Hand über den Lenkergriff rutscht. Synchro Shift nennt sich ein nettes Feature von Shimano. Dabei lässt sich die elektronische 2×11-Schaltgruppe nur über den rechten Shifter bedienen. Somit wird der Umwerfer Shifter hinfällig und kann demontiert werden, im gleichen Zuge wandert der Lock-out näher an den Griff. Die mechanische Lenkeinschlagsbegrenzung schränkte uns in keinster Fahrweise ein.

Ob mit Einfach- oder Zweifach-Antrieb – es ist und bleibt Geschmackssache – absolut schnell und präzise wechselt die Di2 die Gänge. Mit einem hohen Spaßfaktor lässt sich das LUX CF 9.9 SL Di2 von Canyon durch enge und technische Streckenabschnitte fahren. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten kommt keine Unsicherheit auf.

Ausstattung

Test: Canyon LUX CF 9.9 SL DI2 MTB 2017
Marke Canyon ... ... ...
Modell LUX CF 9.9 SL DI2 ... ... ...
Preis [Euro] 6.999,00 ... ... ...
Vertriebsweg Direktvertrieb ... ... ...
Laufradgröße ["] 29 ... ... ...
Gewicht [kg] 10,68 ... ... ...
Gewicht Vorderrad [kg] 1,61 ... ... ...
Gewicht Hinterrad [kg] 1,96 ... ... ...
Rahmenmaterial Carbon ... ... ...
Garantie Rahmen [Jahre] 6 ... ... ...
Federbein RockShox Monarch XX Full Sprint Remote ... ... ...
Gabel RockShox RS-1 ... ... ...
Steuersatz Cane Creek 40 ... ... ...
Vorbau Canyon V14, 80 ... ... ...
Lenker Canyon H20 Flat CF, 720 ... ... ...
Sattelstütze Ritchey WCS Carbon Trail, 30.9 ... ... ...
Sattel Fizik Tundra 2, Serienausstattung: Selle Italia SLR Kit Carbonio ... ... ...
Kurbel Shimano XTR ... ... ...
Schalthebel Shimano XTR DI2 ... ... ...
Schaltwerk Shimano XTR DI2 ... ... ...
Umwerfer - ... ... ...
Kassette Shimano XTR ... ... ...
Kette k. A. ... ... ...
Bremsen, Scheibengröße [mm] Shimano XTR, 180/160 ... ... ...
Laufradsatz DT Swiss XRC 1200 Spline ... ... ...
Reifen ["] Continental X-King Racesport, 29 x 2.2 ... ... ...
Gänge, Übersetzung 2x11, 28/38, 11-40 ... ... ...
Übersetzungsbandbreite [%] 494 ... ... ...
Entfaltung leichtester Gang [m]** 1,6 ... ... ...
Entfaltung schwerster Gang [m]** 8,1 ... ... ...
Geschwindigkeit leichtester Gang [km/h]** 3,9 ... ... ...
Geschwindigkeit schwerster Gang [km/h]** 38,8 ... ... ...

Geometrie

Test: Canyon LUX CF 9.9 SL DI2 MTB 2017
Verfügbare Rahmengrößen S / M / L / XL ... ... ...
Geometrie bei Rahmengröße M ... ... ...
Reach [mm] 415 ... ... ...
Stack [mm] 594 ... ... ...
Sitzrohrlänge [mm] 445 ... ... ...
Oberrohrlänge [mm] 585 ... ... ...
Steuerrohrlänge [mm] 105 ... ... ...
Lenkwinkel [°] 70 ... ... ...
Sitzwinkel [°] 74 ... ... ...
Radstand [mm] 1.114 ... ... ...
Hinterbaulänge [mm] 450 ... ... ...
Tretlagerniveau zur Radachse [mm] -40 ... ... ...
Vorbaulänge [mm] 80 ... ... ...
Lenkerbreite [mm] 720 ... ... ...
Sattelstützendurchmesser [mm] 30,9 ... ... ...
Federweg v/h [mm] 100/100 ... ... ...

* Herstellerangabe
** Die Berechnung der Entfaltung erfolgt mit einem Standardreifen. Die Berechnung der Geschwindigkeit im leichtesten Gang erfolgt mit einer angenommenen Trittfrequenz von 40 U/min. Die Berechnung der Geschwindigkeit im schwersten Gang erfolgt mit einer angenommenen Trittfrequenz von 80 U/min.

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