Test: Bianchi Methanol 29.2 FS XT

Produkttest | Bike | CrossCountry-Race

Test: Bianchi Methanol 29.2 FS XT
Extravagant in Form und Farbe

Es ist das aktuelle Arbeitsgerät vom Team Bianchi Countervail bzw. vom ehemaligen U-23-Weltmeister Gerhard Kerschbaumer. Es ist außer in klassisch schwarz auch im traditionellen Celeste-Farbton zu bekommen und die Rahmenform ist extravagant und unverkennbar – das Methanol FS. Das Modell ist schon mehrere Jahre im Portfolio von Bianchi und wurde von Saison zu Saison immer wieder an aktuelle Bedürfnisse angepasst. Der aktuelle Rahmen verfügt über die gängigen Standards wie ein konisches Steuerrohr oder eine 12-Millimeter-Steckachse am Hinterrad. Für die De-/Montage des Rades ist jedoch ein Inbus notwendig. Bei der Zugverlegung gibt man sich klassisch und verlegt diese unscheinbar und servicefreundlich an der Unterseite des Unterrohrs. Bianchi bietet seinen 100-Millimeter-Carbonflitzer in zwei verschiedenen Ausstattungsvarianten an. Das Modell 29.1 richtet sich mit XX1-Schaltgruppe und leichten Anbauteilen an den ambitionierten Racer, während man mit dem Modell 29.2 mit 2-fach-XT-Schaltung auch längere Distanzen mühelos überwinden kann. Mit DT Swiss X1700 Laufrädern, einem Fox Fahrwerk der Performance-Serie, der Formula R1 Bremse oder den wenig bekannten Anbauteilen von TEC geht man im Vergleich zu den meisten anderen Testteilnehmern bei der Ausstattung einen weniger exklusiven Weg. Dies macht sich durch einen günstigeren Preis, aber auch ein höheres Gewicht bemerkbar. Als einziger Hersteller verbaut Bianchi für die Fox 32 Float Gabel bzw. das entsprechende Federbein einen Remote-Splitter, durch den beide Elemente kombiniert werden und durch den per Knopfdruck das Fahrwerk schnell in drei „Härtestufen“ eingestellt werden kann.

CX/Race
Tour-AllMountain
Trail-Enduro
Gravity/Freeride
Marke Bianchi
Modell Methanol 29.2 FS XT
Preis 5699 €
Website www.bianchi.com

Bianchi macht sich mit seinen Rädern in unseren Tests rar, keine Ahnung warum. Schließlich überraschte uns das Methanol als Hardtail-Variante bereits vor zwei Jahren. Und ähnliches kann man von dem Methanol FS berichten. Eine Marke, die man erst gar nicht auf dem Schirm hatte, schiebt sich weit nach vorne in der Gunst der Tester. Es liegt gewiss nicht an der Ausstattung, die im Vergleich zur Konkurrenz weniger exklusiv ist. Die Funktion ist jedoch in weiten Teilen gegeben. Die XT verrichtet zuverlässig ihren Dienst und bietet eine große Übersetzungsbandbreite. Bei der Formula R1 zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei unseren Bremsentests in der Vergangenheit. Die Italo-Stopper haben einen definierten Druckpunkt; die Leistung ist für den Einsatzbereich ausreichend, doch nicht auf dem Niveau der anderen. Auch die recht schmalen und wenig profilierten Kenda Reifen waren bei den feuchten und matschigen Bedingungen wie auch einige andere in diesem Test überfordert. Es sind klar die Fahreigenschaften und die Qualität des Rahmens, die überzeugt haben. Die Optik sagt oft wenig über die Stabilität, doch der bullige Carbon-Rahmen ist so, wie er aussieht – sehr stabil. Die Sitzposition ist auf Vortrieb getrimmt; man sitzt weit über dem Tretlager und kann richtig schön mit voller Kraft in die Pedale treten. Das Oberrohr fällt mit 600 Millimetern mäßig aus und es kommt kein Streckbank-Feeling auf. Kennzeichen, die für gute Qualitäten im Uphill sprechen, und der beschneidende Faktor im Steilstück war der Grip am Hinterrad. Wer nicht gerade auf Asphalt gen Gipfel kurbelt, kann das Fahrwerk in der offenen Position fahren. Antriebseinflüsse kennt das Methanol nicht. Und will man dann doch mal einen Sprint anziehen, lassen sich am Remote Gabel und Federbein gemeinsam locken. Der Hebel benötigt jedoch einen kräftigen Daumen, um durchgedrückt zu werden. Auch in der Abfahrt kommt Freude auf. Der Rahmen harmoniert sehr gut mit dem Fox Fahrwerk und lässt keine Wünsche in der Abstimmung offen.

Wir haben die Bikes der italienischen Kultmarke nicht immer auf dem Schirm – das kann jedoch bedeuten, dass man einen Favoriten beim Test außen vor lässt. Die Eigenschaften des Bianchi Methanol 29.2 FS XT auf dem Trail sind top, für einen Testsieg braucht es aber eine andere Ausstattung.

Ausstattung

Test: Bianchi Methanol 29.2 FS XT
Marke Bianchi ... ... ...
Modell Methanol 29.2 FS XT ... ... ...
Preis [Euro] 5699 ... ... ...
Vertriebsweg - ... ... ...
Laufradgröße ["] - ... ... ...
Gewicht [kg] 11180 ... ... ...
Gewicht Vorderrad [kg] - ... ... ...
Gewicht Hinterrad [kg] - ... ... ...
Rahmenmaterial - ... ... ...
Garantie Rahmen [Jahre] - ... ... ...
Federbein Fox Float Performance ... ... ...
Gabel Fox 32 Float Performance ... ... ...
Steuersatz FSA Orbit ... ... ...
Vorbau Tec Cursus, 90 ... ... ...
Lenker Tec Cursus, 680 ... ... ...
Sattelstütze Tec Cursus, 31,6 ... ... ...
Sattel Selle San Marco Aspide Dynamic Protek ... ... ...
Kurbel Shimano XT ... ... ...
Schalthebel Shimano XT ... ... ...
Schaltwerk Shimano XT ... ... ...
Umwerfer Shimano XT ... ... ...
Kassette Shimano XT ... ... ...
Kette - ... ... ...
Bremsen, Scheibengröße [mm] Formula R1, 180 / 160 ... ... ...
Laufradsatz DT Swiss X1700 ... ... ...
Reifen ["] - ... ... ...
Gänge, Übersetzung - ... ... ...
Übersetzungsbandbreite [%] - ... ... ...
Entfaltung leichtester Gang [m]** 1,52 ... ... ...
Entfaltung schwerster Gang [m]** 7,65 ... ... ...
Geschwindigkeit leichtester Gang [km/h]** 3,6 ... ... ...
Geschwindigkeit schwerster Gang [km/h]** 36,7 ... ... ...

Geometrie

Test: Bianchi Methanol 29.2 FS XT
Verfügbare Rahmengrößen M, L, XL ... ... ...
Geometrie bei Rahmengröße L ... ... ...
Reach [mm] 428 ... ... ...
Stack [mm] 622 ... ... ...
Sitzrohrlänge [mm] 480 ... ... ...
Oberrohrlänge [mm] 600 ... ... ...
Steuerrohrlänge [mm] 115 ... ... ...
Lenkwinkel [°] 70,5 ... ... ...
Sitzwinkel [°] 74 ... ... ...
Radstand [mm] 1222 ... ... ...
Hinterbaulänge [mm] 442 ... ... ...
Tretlagerniveau zur Radachse [mm] -60 ... ... ...
Vorbaulänge [mm] - ... ... ...
Lenkerbreite [mm] - ... ... ...
Sattelstützendurchmesser [mm] - ... ... ...
Federweg v/h [mm] - ... ... ...

* Herstellerangabe
** Die Berechnung der Entfaltung erfolgt mit einem Standardreifen. Die Berechnung der Geschwindigkeit im leichtesten Gang erfolgt mit einer angenommenen Trittfrequenz von 40 U/min. Die Berechnung der Geschwindigkeit im schwersten Gang erfolgt mit einer angenommenen Trittfrequenz von 80 U/min.