Test: Marin Attack Trail Pro MTB 2017

Getestet von Matthias Baumgartner
Produkttest | Bike | Trail-Enduro

Test: Marin Attack Trail Pro MTB 2017
3, 2, 1 Attacke

Marin Team Fahrer Kyle Warner bestritt 2016 auf einem Attack die ‰“North American Enduro Tour‰“, die Rennserie erstreckte sich über acht verschiedene Destinationen, am Ende konnte sich Kyle auf Platz 1 absetzen. Bei der Topvariante, dem Attack Trail Pro, wie wir es in Empfang genommen haben, ist der gesamte Rahmen aus Carbon gefertigt. Der Quad-3 Multi-Link-Hinterbau mit virtuellem Drehpunkt leistet 150 Millimeter in Kombination mit 27,5-Zoll-Laufrädern, die Brems- und Antriebskräfte werden isoliert, um die beste Federungsperformance zu erzielen. Wahlweise bietet der Rahmen eine interne Bowdenzug-Verlegung mit direktem Eingang am Steuerrohr oder eine externe Zugverlegung. Serienmäßig kommt das Enduro Bike des kalifornischen Unternehmens mit einem Einfach-Antrieb, durch den vorhandenen Umwerfer-Montagepunkt lässt es sich jedoch auch auf einen Zweifach-Antrieb umrüsten, bei der vorhandenen 1×12 Sram Eagle Schaltgruppe mit 500 Prozent Übersetzungsbandbreite sehen wir aber hierbei auf keinen Fall Bedarf, auf ein Zweifach-System umzurüsten. Die No Tubes Flow MK3 Pro Tubeless-Ready Felgen erlauben in Verbindung mit den Tubeless-kompatiblen WTB Reifen eine problemlose Umrüstung auf schlauchlos, um die Vorteile des geringeren Gewichtes der rotierenden Masse sowie die erhöhte Pannensicherheit zu nutzen. Verfügbar ist das Attack Trail in zwei verschiedenen Komplettbike-Ausführungen, in der ‰“Trail Pro‰“ Version und dem preisgünstigeren ‰“Trail 8‰“ mit Aluminiumrahmen für 3.399 Euro.

Marke Marin
Modell Attack Trail Pro
Modelljahr 2017
Preis 5.999,00 €
Website www.marinbikes.com/de/

Bevor es in die Offensive geht und die Trail-Attacke beginnt, heißt es für uns erst einmal, klassisch, wie es sich für das Endurofahren gehört, in die Pedale zu treten und uns nach oben zum Berggipfel zu schrauben. Die Sitzposition ist ziemlich aufrecht und angenehm, vortriebsorientiert zeigt sich der Hinterbau im Uphill, und der Lock-out-Hebel am RockShox Monarch Plus RC3 Dämpfer sollte lediglich im Wiegetritt umgelegt werden. Marin bestückt ihr Topmodell mit der neuesten Generation der Einfach-Antriebsgruppe aus dem Hause Sram, und zwar der 1×12 Eagle. Die Übersetzungsbandbreite mit 500 Prozent sowie die einfache Bedienung über nur einen Schalthebel am Lenker überzeugt auf ganzer Linie, mit dem 34er Kettenblatt ist das Marin sehr Race-orientiert, in steilen Uphills ist jedoch die Beinkraft gefordert, um einen runden Tritt zu erreichen. Der Lenker-Remote-Hebel der KindShock Variostütze erlaubt es uns zu jeder Situation, die Sattelhöhe anzupassen, um vor allem bergab die Sicherheit und das Handling zu erhöhen. In der Downhill-Sektion angekommen, verlangen wir dem Fahrwerk so einiges ab, doch wir wurden keinesfalls enttäuscht und der Hinterbau dämpft die Schläge gut weg und hält auch nötige Reserven bereit. Einzig die Reifenwahl bremste uns auf dem steinigen und teils feuchten Untergrund aus, die WTB Bereifung kommt vorne wie hinten in der Fast Rolling Ausführung und dabei rückt der Grip etwas in den Hintergrund. Hier wäre sicherlich an der Front ein WTB Reifen in der High Grip Ausführung von Vorteil. Der Stan‰s No Tubes Laufradsatz wirkt solide. Gut gefüllt, dass die SRAM Guide RS Bremse vorne auf eine 200-Millimeter-Bremsscheibe zupackt.

Marin präsentiert mit dem Attack Trail Pro ein ausgewogenes Enduro Bike, das bergauf wie bergab eine gute Figur abliefert. Angesichts der Performance würde dem Marin eine andere Bereifung mit mehr Grip gut zu Gesicht stehen und den Spaßfaktor in die Höhe treiben.

Ausstattung

Test: Marin Attack Trail Pro MTB 2017
Marke Marin ... ... ...
Modell Attack Trail Pro ... ... ...
Preis [Euro] 5.999,00 ... ... ...
Vertriebsweg - ... ... ...
Laufradgröße ["] 27,5 ... ... ...
Gewicht [kg] 13,02 ... ... ...
Gewicht Vorderrad [kg] 2,04 ... ... ...
Gewicht Hinterrad [kg] 2,64 ... ... ...
Rahmenmaterial Carbon ... ... ...
Garantie Rahmen [Jahre] 5 ... ... ...
Federbein RockShox Monarch Plus RC3 ... ... ...
Gabel RockShox Pike RCT3 ... ... ...
Steuersatz FSA ... ... ...
Vorbau Gamut Cillos, 40 ... ... ...
Lenker Deity DC31 Mohawk Carbon, 787 ... ... ...
Sattelstütze KindShock LEV Integra, 30,9 ... ... ...
Sattel WTB Volt Race ... ... ...
Kurbel Sram XO1 Eagle ... ... ...
Schalthebel Sram XO1 Eagle ... ... ...
Schaltwerk Sram XO1 Eagle ... ... ...
Umwerfer keiner vorhanden ... ... ...
Kassette Sram XG-1295 ... ... ...
Kette keine Angabe ... ... ...
Bremsen, Scheibengröße [mm] Sram Guide RS, 200/180 ... ... ...
Laufradsatz Stan's No Tubes Flow MRK3 Pro Wheelset ... ... ...
Reifen ["] WTB Vigilante/Breakout, 27,5x2,3 ... ... ...
Gänge, Übersetzung 1x12, 34, 10-50 ... ... ...
Übersetzungsbandbreite [%] 500 ... ... ...
Entfaltung leichtester Gang [m]** 1,5062 ... ... ...
Entfaltung schwerster Gang [m]** 7,531 ... ... ...
Geschwindigkeit leichtester Gang [km/h]** 3,61488 ... ... ...
Geschwindigkeit schwerster Gang [km/h]** 36 ... ... ...

Geometrie

Test: Marin Attack Trail Pro MTB 2017
Verfügbare Rahmengrößen S / M / L / XL ... ... ...
Geometrie bei Rahmengröße M ... ... ...
Reach [mm] 412,5 ... ... ...
Stack [mm] 605,6 ... ... ...
Sitzrohrlänge [mm] 445 ... ... ...
Oberrohrlänge [mm] 591,4 ... ... ...
Steuerrohrlänge [mm] 105 ... ... ...
Lenkwinkel [°] 66,5 ... ... ...
Sitzwinkel [°] 73,5 ... ... ...
Radstand [mm] 1.152 ... ... ...
Hinterbaulänge [mm] 435 ... ... ...
Tretlagerniveau zur Radachse [mm] -14,5 ... ... ...
Vorbaulänge [mm] 40 ... ... ...
Lenkerbreite [mm] 787 ... ... ...
Sattelstützendurchmesser [mm] 30,9 ... ... ...
Federweg v/h [mm] 160/150 ... ... ...

* Herstellerangabe
** Die Berechnung der Entfaltung erfolgt mit einem Standardreifen. Die Berechnung der Geschwindigkeit im leichtesten Gang erfolgt mit einer angenommenen Trittfrequenz von 40 U/min. Die Berechnung der Geschwindigkeit im schwersten Gang erfolgt mit einer angenommenen Trittfrequenz von 80 U/min.

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